
Jordan Spieth erlebte seine schwierigste Saison seit Jahren – kein einziges Top-10-Ergebnis, kein Start bei der BMW Championship, kein Platz im US-Team für den Presidents Cup in Medinah.
Als US-Kapitän Brandt Snedeker am 1. September seine sechs Captain's Picks für den Presidents Cup 2026 bekanntgab, fehlte ein Name auf der Liste, der dort lange als selbstverständlich gegolten hatte: Jordan Spieth. Der dreifache Majorsieger aus Dallas – Masters-Champion von 2015, US-Open-Sieger desselben Jahres und 2017 Träger der Claret Jug – steht in dieser Saison nicht im Kader des US-Teams, das vom 24. bis 27. September im Medinah Country Club bei Chicago um den Presidents Cup kämpft.
Eine Saison der Ernüchterung
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Spieth schaffte es in der gesamten PGA-Tour-Saison 2026 kein einziges Mal unter die besten zehn – und war damit der einzige Spieler im gesamten Feld, der die FedExCup-Playoffs ohne ein einziges Top-10-Ergebnis erreichte. Eine statistische Kuriosität, die weniger Applaus verdient als Sorge auslöst.
Bei der FedEx St. Jude Championship in Memphis landete Spieth auf dem geteilten 19. Platz – zu wenig, um in die Top 50 der FedExCup-Wertung einzuziehen und sich für die BMW Championship zu qualifizieren. Sein Saisonfinish auf Rang 52 der Wertung bedeutete: das dritte Jahr in Folge ohne Start beim vorletzten Playoff-Event. Sein letzter Sieg auf der PGA Tour datiert vom April 2022; sein letztes Top-10-Ergebnis erzielte er bei der CJ Cup Byron Nelson, wo er Vierter wurde.
Für einen Mann, der in der Saison 2015 drei der vier Majors gewann und als ernsthafter Anwärter auf den Karriere-Grand-Slam gehandelt wurde, ist dieser Absturz in die Durchschnittlichkeit eine der schillerndsten Erzählungen des modernen Proligolfs.
Der Kontrast: Koivuns kometenhafter Aufstieg
Während Spieth auf Antworten wartet, lieferte ein 21-jähriger Rookie aus Auburn, Alabama, die aufregendste Geschichte der Saison. Jackson Koivun, zweifacher College-Nationalmeister, gewann bei der 3M Open in Minnesota bereits in seiner dritten Startwoche auf der PGA Tour – und besiegte dabei niemand Geringeres als Weltranglistenersten Scottie Scheffler. Kapitän Snedeker verkündete Koivuns Nominierung live im Golf Channel – als seinen letzten und wohl kühnsten Pick für Medinah.
Der Kontrast könnte kaum größer sein: Auf der einen Seite ein gestandener Majorsieger, der nach Form sucht. Auf der anderen ein 21-Jähriger, der beim dritten Turnier seiner PGA-Tour-Karriere den besten Spieler der Welt schlägt und sich damit direkt in das US-Teamdress spielt.
Das vollständige US-Team für Medinah
Sechs Spieler qualifizierten sich automatisch über die Presidents-Cup-Wertung:
Kapitän Snedeker ergänzte das Zwölf-Mann-Aufgebot mit seinen sechs Picks:
Bridgeman, Gotterup und Koivun feiern in Medinah ihr Presidents-Cup-Debüt. Den internationalen Kader betreut Kapitän Geoff Ogilvy.
Neben Spieth blieben auch Ben Griffin und J.J. Spaun ohne Nominierung – beide hatten noch beim jüngsten Ryder Cup für die USA gespielt. Ihre Nicht-Berücksichtigung sorgte in der nordamerikanischen Golföffentlichkeit für rege Debatten.
Was kommt für Spieth?
Der Presidents Cup 2026 findet ohne Jordan Spieth statt. Im deutschsprachigen Raum, wo der Texaner durch seine Augusta-Triumphe und sein zugängliches Auftreten eine besonders treue Fangemeinde aufgebaut hat, verfolgen viele die aktuelle Formkrise mit echter Anteilnahme. Die große Frage – ob der 33-Jährige den Weg zurück in die Weltspitze findet – bleibt unbeantwortet. Das Rätsel Spieth wartet weiter auf seine Lösung.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.
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